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Gabi Fischer

Wohnort: Heilinghausen

Baujahr: 1963

Kurz über mich:

Mit Benzin im Blut wurde ich wohl schon geboren, denn was sollte es sonst wohl sein, wenn man seine „besten“ Jahre dem Motorsport schenkt. Und für vieles andere bleibt eben keine Zeit.

Hatte ich am Anfang meiner Motorsportkarriere noch Zeit für eine Urlaubsreise im Jahr (die letzte war 93), lag es sicher daran, daß die Ziele noch nicht so hoch gesteckt waren. Doch mit dem Erfolg wurden immer höhere Ziele angepeilt und der Jahres-Urlaub wurde geopfert um im benachbarten Ausland an den Start zu gehen, statt am Strand in der Sonne zu liegen. Aber irgendwann reicht der Urlaub eben auch nicht mehr und so beschloß ich ab 1996 als freie Mitarbeiterin zu arbeiten. Denn nur so konnte ich die immer größer werdenden Ziel meiner großen Leidenschaft bewältigen.

Was bedeutet für mich ....

Beruf:

er muß Spaß machen und mir für’s Hobby genügend Zeit lassen

Urlaub:

der letzte Richtige war 1993, seitdem verbringe ich meinen Urlaub auf den Rennpisten

Familie: 

ist mir sehr wichtig, leider habe ich oft zuwenig Zeit

Freunde:

unterstützen mich moralisch bei meinen Motorsportzielen und helfen mir soweit es in ihren möglich ist.

Ehrgeiz:

ohne Ehrgeiz und eisernen Willen wäre ich in meinem Sport nie soweit gekommen; aber auch im Beruf hat er mir weitergeholfen.

Sport:

er hat einen festen Bestandteil in meinem Leben; ich arbeite und lebe dafür

Teamarbeit:

ist im Rallyesport sehr wichtig,

Geld: 

stecke ich überwiegend in meinen Sport, da ich ihn komplett aus privaten Mitteln finanziere, dafür verzichte ich gerne auf die neuste Mode

Erfolge:

sind die Belohnung für meinen Einsatz;

Niederlagen:

Erfolg und Niederlagen gehören irgendwie zusammen; durch Niederlagen kann ich mich so richtig am nächsten Erfolg freuen

Rückblick:

1987     begann ich meine Motorsportkarriere als Beifahrer auf einem betagten Golf GTI mit Thomas Fleischer als Pilot bei nationalen Rallyes.

1988     folgten internationale Rallyeveranstaltungen in der Klasse für Serienfahrzeuge. In diesem Jahr fuhr ich noch einige nat. Veranstaltungen, auch mit anderen Fahrern, um mein Fachwissen zu vervollständigen.

1989     folgte eine komplette Saison mit Manfred Köhler auf einem der Serie entsprechenden BMW 323 i. Mit diesem, im Rallyesport nicht alltäglichen Auto fuhren wir einige Klassensiege ein.

1990     ergab sich durch Zufall die Verbindung mit Manfred Krodel und seinem Ex-Werks Audi. Leider war das Fahrzeug nicht mehr standfest genug und wir mußten nach einigen Ausfällen erkennen, daß weitere Starts mit diesem Wagen keinen Sinn hatten.

1991     wieder mit Manfred Krodel und einem neuen Toyota Celica 4 WD gingen wir bei 16 Rallyes in der Klasse der Serienfahrzeuge an den Start. Dreizehn Mal gewannen wir die Gruppen- und Klassenwertung.

1992      erfolgte ein Wechsel zu Uli Weinmann und seinem Audi Quattro Gruppe N. Die Rallye Trophäe stand auf dem Programm. Desweiteren fuhr ich mit Dietmar Walz und seinem Gruppe A Toyota einen zweiten Platz in der Deutschen Amateur Meisterschaft. Für den ersten Einsatz eines Ford Escort Cosworth im Deutschen Rallyesport holt mich Manfred Krodel wieder auf den heißen Sitz.

1993      mit Max Schneider und seinem Escort Cosworth Gruppe N gingen wir bei der Deutschen und Nordbayrischen Meisterschaft an den Start und erreichten dort am Jahresende einen fünften bzw. zweiten Platz.

1994     blieb ich im Team von Max Schneider. Wir Startenten bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft und bei nat. Rallyes in Nord- und Südbayern.

1995     folgte ein weiteres Jahr mit Max Schneider. Aber auch mit der Berlinerin Monika Petzold und ihrem Gruppe A Clio ging ich bei 2 int. Rallyes an den Start.

1996     nach Jahren in der Gruppe N wechselte ich in die Gruppe A 2 Liter. Mit einem Nissan Sunny GTI startete ich mit Markus Kipple bei zwei int. Rallyes in Belgien und zwei nat. Veranstaltungen. Leider zerstörten wir unser Fahrzeug und konnten somit unser Ziel, die Euro-Rallye-Trophäe nicht beenden. Für den Rest der Saison holte mich dann Christian Bechtel und sein Gutmann-Peugeot, für drei int. und eine nat. Rallye in den Kaiserstuhl bei Freiburg. 

1997      war das Jahr der großen Fahrerwechsel. Dieter Altmann - Peugot 306 Gruppe A -1 int. Rallye 1 nat.; Rallye Markus Kipple - Nissan Sunny GTI G. A - 1 int. Rallye,  2 nat. Rallyes; Mathias Jestett -Mercedes 190 Gruppe A - 2 nat. Rallyes; Axel Schlenker  Ford Sierra Gruppe A- 2 int. Rallyes - 6 nat. Rallyes. Mit dem Peugeot und dem Nissan mußte ich zwei Totalschäden verbuchen. Bei Mathias Jestett war ich nur als Gastbeifahrerin dabei um endlich wieder mit einem Heckantrieb so richtig zu driften. Als Ersatz für seinen erkrankten Beifahrer sprang ich kurzfristig bei Axel Schlenker ein. Gleich ein zweiter Platz im Gesamt bei der Rallye Vinoble Alsacien sicherten mir hier den heißen Sitz.

1998     wurde dann mein erfolgreichstes Jahr. Mit Axel Schlenker und seinem Sierra starteten wir bei 2 int. und 6 nat. Rallyes und wurden dafür am Jahresende mit dem Titel des Südbadischen Meisters belohnt. Zusätzlich startete ich mit dem 306er Peugeot bei 2 int. Rallyes im Ausland, bevor uns Ihr wieder ein größerer Unfall auf einer Wertungsprüfung stoppte.

1999     bedingt durch den Verkauf des Ford Sierras wechselte ich ins Team von Dirk Klemund aus Giesen. Mit seinem Gruppe N Ford Sierra starteten wir bei den ersten 4 Schotterrallyes zur Deutschen Meisterschaft. Durch den Neuerwerb eines Ford Escort Gruppe A startete ich im zweiten Halbjahr bei zwei nat. und einem int. Lauf wieder mit Axel Schlenker.

2000     begann ich wieder als Gastbeifahrerin bei Mathias Jestädt auf seinem BMW M 3. Aber das große Ziel der Saison war die DM mit Achim Fleck und seinem Renault Clio Gruppe A. Gleichzeitig blieb mir auch noch der heiße Sitz bei Axel Schlenker in seinem Escort. Und weil dem nicht genug Motorsport war, organisierte ich meine erste nat. Rallye, die Bären-Rallye in Bindlach.

2001     begann für mich mit den Lehrgängen für Leiter der Streckensicherung und int. Rallyeleiter. Dies war nötig um meinem Traum, einer 100% Schotterrallye, durchführen zu können. Meinem langjährigen Fahrer, Axel Schlenker, begleitet ich über das ganze Jahr bei nat. und int. Veranstaltungen im In- und Ausland. Im September kam dann das Angebot von dem Schweizer Heinz Ruchti eine Veranstaltung in Frankreich auf einem ehemaligen Gruppe B Renault Maxi Turbo zu fahren. Für Hunsrück-Junior-Rallye holte mich dann Guido Senge in seinen Toyota. Als Gesamtsieger beendete ich eine schöne Saison. 

2002    war ich wieder mit Axel Schlenker bei nat. Rallyes unterwegs. Desweiteren hatte ich meinen festen Platz im Team um Guido Senge. Und nicht zu vergessen, es folgte die zweite Auflage der Schotter-Rallye in Oberfranken. 

2003     begann mit dem Abenteuer Org. Volvo-Cup und Reiner Keck in Norwegen. Nur mit wenigen Testmetern auf Eis und Schnee, ohne Besichtigung und mit fremden Aufschrieb wurden wir dort auf die Piste geschickt. Und es geht, man glaube es kaum. Danach starteten wir noch mit dem Volvo in Holland und schafften das unglaubliche. Als erste nicht Skandinavier konnten wir uns den ersten Platz im Volvo Cup sichern. Anfang Mai war dann wieder die lange Zeit der Vorbereitung einer Rallyeleiterin zu Ende. Es fand nun bereits die 3. Bären -Rallye auf Schotter statt. Es folgen übers Jahr noch Einsätze mit der Cellica und der Corolla bei der Thüringen-Rallye und der Köln-Ahrweiler.

2004     fuhr ich mit Jürgen Geist und seinen bärenstarken M 3 bei der Rallye Helfenstein. Trotz heftigem Abflug auf der WP 4 konnten wir uns den 1. Platz in der Gruppe H und den 2. Platz im Gesamt sichern. Auch stand die Bären-Rallye wieder auf meinem Jahresprogrammplan und ich organisierte die 1. Regensburger-Classic-Rallye welche gleich ein voller Erfolg wurde.

2005      zwang mich meine Verletzung zum ersten kompletten Jahr Pause im aktiven Motorsport. Aber es gab ja genügend anderweitige Verpflichtungen im Motorsportbereich:

Nat. Rallye Ulm:

Leiter der Streckensicherung

2. Regensburger-Classic-Rallye:

Organisation und Fahrtleiterin

1. Walhalla Rallye

Organisation und Rallyeleiterin

1. Mönchhofs Rallye

Rallyeleiterin

2006      immer noch Unfallpause und dadurch genügend Zeit wieder die vier Veranstaltungen zu organisieren und zu leiten.

2007     im Februar der Lichtblick, der Arzt gab, nach langer 2 jähriger Pause, das OK – ich darf meinen Job als Co wieder ausführen. Aber nun lag mein Fahrer im Krankenhaus und das sollte Dauern.

Die 4. Regensburger-Classic-Rallye schaute ich mir, zusammen mit meiner Beifahrerin und ehem. Mitorganisatorin Ulrike Forster, von der anderen Seite aus an. Für unsere erste Gleichmäßigkeitsrallye mit meinem „kleinen Schwarzen“ waren wir ganz zufrieden. Konnten wir uns doch den Damenpokal hohlen. Aber ehrlich – öfters brauchen wir das nicht.

Also dann lieber wieder planen für die Walhalla und die Mönchhofsrallye, die Beide zum dritten Male auf Schotter starteten.

Ende Oktober war es dann endlich soweit. Rallye Fränkisch Schweiz. Ein tolles Comback. Vor 18 Jahren bestritten Manfred Köhler und ich hier unsere letzte gemeinsame Rallye. Wir harmonierten wieder ab Beginn im Cockpit, als hätte es die lange Pause nie gegeben und konnten am Abend souverän die Ziellinie in der Youngtimergruppe überquerten.

2008    stand die Classic-Car-Rallye-Cup für unseren Kleinen 02er und für uns auf dem Programm.

Die Zeitungen berichteten wie folgt:

„Galant und mit sehenswerter Schnelligkeit konnten sie die starke Konkurrenz in Schach halten und erreichten am Jahresende den ersten Platz in der hart umkämpften CCRC-Meisterschaft.“

„Manfred Köhler und Gabi Fischer dominierten das Geschehen bei den Youngtimern mit fast einer Minute Vorsprung. Zwar verpaßten sie aufgrund der Neumotorisierung Ihres seltenen BMW 2002 ti den Bremspunkt, doch konnte der kurze Abstecher in die Wiese den Start-Ziel-Sieg nicht gefährden.“

Die letzten Vorbereitungen auf der Jagt nach Sekunden

Team Köhler / Fischer – Rallyelegend San Marino 2008

Nachdem die 4.Walhalla-Rallye wegen Genehmigungsproblemen abgesagt werden musste, starteten wir bei der Rallyelegend San Marino. Einmal gegen frühere Weltmeister und Ex-Stars auf Ihren legendären Fahrzeugen zu fahren war unser Ziel. Nach zwei Tagen und 10 Prüfungen belegten wir den 33. Rang im Gesamt von 130 Startern. Für uns ein voller Erfolg.

Auch folgte ich den Ruf des Ex-Werksfahrers Andy Wetzelsperger und seines BMW 2002 ti. Gleich bei unserer ersten Veranstaltung, der Niederbayern Rallye, konnten wir einen Start-Ziel-Sieg bei den Fahrzeugen nach Anhang K feiern.

Alle guten Dinge sind Drei! Gilt das auch für Fahrer und Fahrzeuge pro Saison?

Bei nicht so schönen Ur-Quattro-Wetter (die Sonne hat gelacht und die Straßen waren nicht einmal etwas feucht) begleitete ich Anton Werner über die Prüfungen am und um den Nürburgring. Fahren, fahren und Spaß haben so lautet unsere Devise, und hat es auch wegen eines Drehers nicht auf den vordersten Platz bei der Rallye Köln-Ahrweiler gereicht, war es eine wunderschöne Rallye in einem tollen Team.

2009    Schwarz-breit-stark, mit diesen drei Worten ist unser Sportgerät am besten umschrieben, mit Ihm werden Manfred Köhler und ich wieder Einsätze in In- und Ausland bestreiten.

Auch Andy Wetzelsperger hat in meinen Beifahrerkalender sich bereits Wochenenden reserviert.

Und was sonst noch kommt, dass erfahrt Ihr am Jahresende hier.

 
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