Autobahn Frankfurt Richtung Köln. Ständig überholt man Gespanne mit bunten Autos darauf. Wo wollen die alle hin? Am Nürburgring ist schon lange Schluss, aber da war doch noch was.
Jawohl, jedes Jahr im November findet die Int. Rallye Köln-Ahrweiler statt. Eine absolute Spitzenrallye nach altem Muster und mit langer Tradition. Es darf nicht vorher trainiert werden und die Service- Plätze sind nicht wie bei den Retorten-Rallyes an einem zentralen Punkt, sondern nach jeder Wertungsprüfung im Vorgarten des Eifelbauern, auf dem Seitenstreifen einer Hauptstraße oder in einem Waldweg. So war das früher und so lieben es die 121 Teilnehmer aus ganz Europa. Bis aus Finnland kommend werden Rallyeboliden aus den 60,70 und 80ziger Jahren den tausenden an der Strecke stehenden Zuschauern vorgeführt. Und das sind solche legendären Rallyefahrzeuge wie ein Opel Ascona 400, Porsche 911 RSR, Ford Escort MK1 BDA, Lancia Stratos, BMW 2002,VW Golf 1, Simca Rallye 2 und viele andere mehr.
Am Freitag Abend findet ein Nachtprolog statt, bei dem die Startaufstellung für den folgenden tag ausgefahren wird. Insgesamt müssen 13 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 170 Km auf Bestzeit befahren werden.
Es ist einfach eine Augenweide ältere Herren in noch älteren Autos driften zu sehen und die jubelnden Zuschauer an den Strecken danken es den Fahrkünstlern mit Laolawellen und frenetischem Beifall bei derlei geglückten Manövern.
Auch 5 Teams des AMC-Deuerling nahmen sich der Herausforderung in der Eifel an. Einheimische sagen immer; „willst Du durch die Eifel, musst Du fahren wie der Teufel“. Dieses Motto befolgten die Teams und langten ordentlich hin.
So wurde das Team Lars, Stiller (Barbing) und Werner, Kämpfe (Regensburg) zweite in der Klasse der Youngtimer bis 2000ccm und 16. im Gesamtklassement. Der Peugeot 309, ein ehemaliges Werksauto und neu aufgebaut, lief problemlos. Der Servicecrew wurde fast ein wenig langweilig, denn außer nachtanken und Scheiben putzen gab es nichts zu tun.
Max, Schneider (Deuerling) und Martin, Brack (Lebach) wuchteten ihren Ford Escort MK1 mit tollen Driftwinkel auf den 1.Platz in der Klasse 7 für historische Fahrzeuge bis 2000ccm und landeten auf einem
19. Gesamtrang. Wenn man bedenkt, das der Wagen über 40 Jahre auf dem Rallyebuckel hat und dann wesentlich modernere Autos hinter sich lassen kann, dann spricht das für die Technik der 60 ziger Jahre und das Fahrkönnen der Akteure.
Dr. Andreas Pfuhl und Gattin Andrea Pfuhl (Regensburg) nahmen mit ihrem Porsche 911 RSR die Wertungsprüfungen unter die Räder und hatten ihre liebe Mühe die Kraft ihres bärenstarken Porsche auf die nassen mit Laub bedeckten Eifelstraßen zu bekommen. Der Lohn einer fehlerfreien Fahrt war der 31. Gesamtrang und der 6. Platz in der Klasse über 2000 ccm.
Ein weiteres Team nahm die Herausforderung mit einem neu aufgebauten Fahrzeug an und hatte leider Pech. Beim VW Golf 1 von Klaus-Peter Kristek (Bad Abbach) und Franz, Klein (Regensburg) brach der Auspuffkrümmer und sie mussten wegen Abgasen im Innenraum aufgeben. Bis zum Ausfall lagen Sie in aussichtsreicher Position in ihrer Klasse.
Das 5. Team des AMC-Deuerling ist ein absolutes Novum und in dieser Form wohl einmalig in Deutschland.
Armin, Limmer(Regensburg) und Heinz, Festner (Deuerling) bringen mit ihrem Fiat 124 175 Jahre an den Start
dieser anspruchsvollen Rallye. Heinz Festner ist mit 73 Jahren der wohl älteste aktive Rallyebeifahrer den Rallyedeutschland zu bieten hat. Respekt !!! Sie fuhren 4 mal in Folge in Mayschoß über die Zielrampe und genossen sichtlich ihr verdientes Gläschen Sekt und konnten den 4.Platz in der Klasse bis 1300 ccm erkämpfen.
In der Mannschaftswertung belegte der AMC-Deuerling den hervorragenden 3. Platz.
Gesamtsieger der Int. Rallye Köln-Ahrweiler wurden das Team Darius Drzensla und Peter Schaaf auf ihrem Ford Escort RS 2000. |